Ingenieurgeodäsie ist das geodätische Teilgebiet, welches sich mit der Form, Lage, Bewegung und Verformung von Objekten mit Größen von wenigen Zentimetern bis zu mehreren Kilometern befasst.

Die Verfahren und Systeme der Ingenieurgeodäsie ermöglichen unter anderem:

  • Vortrieb eines Tunnels von beiden Seiten aus (siehe St. Gotthard BasisTunnel)
  • Staudämme zu bauen und zu überwachen
  • präzise Fertigung großer Flugzeuge
  • Kalibrierung von Robotern zur präzisen Bewegungssteuerung

Ingenieurgeodäten arbeiten somit mit verschiedenen anderen Ingenieuren zusammen. Sie müssen dabei Ergebnisse liefern, welche höchste Präzision und Zuverlässigkeit vereinen. Der zulässige Fehler darf oft nicht größer als ein paar Millimeter betragen, manchmal sogar nur ein paar zehntel Millimeter.

Ingenieurgeodäten wissen, wie Totalstationen, GNSS-Geräte und andere Sensoren verwendet werden, ein ausreichend stabiler Bezugsrahmen gewährleistet werden kann und systematische Abweichungen verringert werden können. Natürlich müssen sie auch in der Lage sein, ihre Ausrüstung, Messungen und Ergebnisse kontrollieren zu können, um so die strengen Anforderungen zu erfüllen.