Diese Frage stellen sich viele angehende Studenten die sich für ein Studium entscheiden müssen. Wenn Ihr selbst noch keine richtige Vorstellung habt, was Geodäsie ist und für was man das braucht, schaut euch am besten das Video NASA's Brief History of Geodesy auf YouTube an.

Die Geodäsie (altgriech, ge "Erde", daidso "ich teile") ist die "Wissenschaft von der Ausmessung und Abbildung der Erdoberfläche". Dies umfasst die Bestimmung der geometrischen Figur der Erde (Geoid), ihres Schwerefelds (siehe Abbildung) und der Orientierung der Erde im Weltraum (Erdrotation).

Vor dem Hintergrund wachsender Probleme in den Bereichen Ressourcenmanagement, Entwicklung des urbanen und natürlichen Raums, Umweltschutz und Klimawandel benötigt unsere moderne Gesellschaft verlässliche Informationen über die zugrundeliegenden Prozesse und deren Wechselwirkungen.

Unser wichtigstes Aufgabengebiet ist die Bestimmung von Punkten/Positionen in einem Koordinatensystem. Das kann in einem kleinen Rahmen passieren, wie zum Beispiel die Bearbeitung von 3D-Scanneraufnahmen einer Hausfront, oder aber global, durch die Berechnung von Änderungen der Plattentektonik nach einem Erdbeben.

Die Geodäsie liefert mit ihren Vermessungsergebnissen (z.B.: aus Kataster, Landesvermessung, Ingenieurgeodäsie, Photogrammetrie und Fernerkundung) die Grundlagen für zahlreiche andere Fachgebiete und Tätigkeiten:

  • im Bereich der Geo- und Naturwissenschaften zum Beispiel für die Astronomie, Physik und Ozeanografie, für Geoinformatik und Kataster, für Landkarten (neben topografischen auch thematische Karten) der Geologie, Geophysik und Kartografie, sowie für verschiedenste Dokumentationen, etwa der Archäologie
  • in der Technik vor allem für Bauwesen und Architektur, für verschiedene Ziviltechniker, den Ingenieurbau, die Funk- und Geotechnik und für diesbezügliche Datenbanken oder Informationssysteme.